Fischkunde - Der Hecht


Der Hecht ist ein ausgesprochener Räuber. Er ist kein ausdauernder Schwimmer, sondern er „schlägt“ seine Beutefische mit einem schnellen Angriff. Da sein Magen sehr dehnbar ist, bewältigt er auch große Brocken. Da der Hecht abgesehen von der Anfangsphase des Drills kein sonderlich großer Kämpfer ist, genügt außerdem im Grunde mittelstarkes Gerät. Nur wenn Köderfische von 100 oder mehr Gramm geworfen werden sollen oder mit schweren Jerkbaits gefischt wird ist eine kräftige Rute mit entsprechend starker Schnur gefragt. Der Hecht lebt in den meisten unserer Flüsse und Seen. Er ist nur in stark strömenden und flachen Flüssen nicht zu finden. Besonders gern lauert der Hecht hinter Kraut, im Wasser hängenden Bäumen und Seerosen auf Beute.

Die klassische Hechttechnik ist das Angeln mit dem waagerecht unter der Pose in einem bis drei Meter Tiefe schwebenden Köderfisch, der mit einem Drilling im Rücken und einem in der Flanke befestigt wird. Dadurch darf der Anhieb sofort beim Abtauchen des Schwim­mers erfolgen. Das ist auch der Fall, wenn der Köder auf Grund angeboten wird. Allerdings hält dabei ein Haken im hinteren Kör­per­drittel. Beim Spinnfischen dürfen es ruhig große Köder wie Spinner der Größe 5 oder 15 Zentimeter lange Wobbler sein. Angesichts der scharfen Zähne geht kein Weg am bisssicheren Vorfach vorbei.

Steckbrief

Kennzeichen: Tief gespaltenes Maul mit sehr vielen Zähnen, Rückenflosse auf Höhe der Afterflosse
Gewicht / Länge: Maximal etwa 32 kg / 145 cm
Gewässer: Seen und Teiche sowie Flüsse mit langsamer bis mittlerer Strömung, Brackwasser
Laichzeit: Februar - Mai
Beste Fangsaison: Mai / Juni und September - Dezember
Montage: Feststell- oder Laufpose, Laufblei, Spinnfischen
Wassertiefe: Große Fische häufig am Grund, um die Laichzeit herum sowie im Herbst im Flachwasser
Köder: Verschiedenste, größere Spinnköder, tote Köderfische (10 - 20 cm)

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