Fischkunde - Die Karausche


Karauschen leben in stehenden Gewässern oft unter extremen Bedingungen. Sie können völlig ohne Sauerstoff überwintern und lange fasten. Vor allem die größeren Exemplare der Fische beißen sehr vorsichtig und bleiben dann oft einfach stehen. Am besten wird ein Bissschrot etwa zehn bis 15 Zentimeter über dem Haken angeklemmt, der wiederum mit dem Köder und ein paar Zentimetern Schnur auf dem Grund ruht. Beißt der Fisch, hebt er gleichzeitig das Blei an und die Posenantenne steigt ein Stück aus dem Wasser. Beim Grundangeln kann der Fisch nach dem Biss entweder ungehindert Schnur abziehen, was an der langsam ablaufenden Leine zu erkennen ist. Die Karausche ist ein Schwarmfisch, der sich hauptsächlich am Boden aufhält. Sie meidet stärkere Ströumg. Ihr Lebensraum ist die Brachsenregion, sie hält sich aber auch in pflanzenreichen, stehenden Gewässern und Altwassern auf. Sie ist sehr widerstandsfähig gegenüber Wasserverschmutzung und Sauerstoffmangel.

Als Besonderheit der Karausche ist am Schwanzstiel jüngerer Tiere meist ein dunkler Fleck zu sehen. Die Rückenflosse beginnt vor dem Bauchflossenansatz dabei ist sie sehr lang und der Außenrand ist leicht konvex (d.h. nach außen gewölbt). Die Schwanzflosse ist leicht gegabelt und die Afterflosse der Karausche hat eine konvexe Form. Intensiv goldfarbene Exemplare bezeichnet man als Goldkarauschen. Karauschen können bis zu ca. 40cm groß und ca. 2kg schwer werden.

Steckbrief

Kennzeichen: Hochrückig, große Schuppen, keine Barteln
Gewicht / Länge: Maximal etwa3,5 kg / 50 cm
Gewässer: Wärmere, seichte Seen und Teiche sowie langsam strömende Flüsse
Laichzeit: Mai - Juni
Beste Fangsaison: April - Oktober
Montage: Feststell- oder Laufpose, Grundrute
Wassertiefe: Grund
Köder: Maden, kleine Würmer, Mais

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